![]() Während der letzten Eiszeit bedeckte ein riesiger Gletscher ganz Skandinavien. Mit dem Ansteigen der Temperaturen taute das Eis allmählich, und der Gletscher wurde kleiner. Vor rund 9500 Jahren war das Gebiet von Sulitjelma eisfrei, und die ersten Pflanzen kamen. Wann die ersten Menschen sich hier niederließen, läßt sich heute nicht mehr sagen. Die Namen der Berge, Flüsse und Seen sind zumeist samischen Ursprungs. Die älteste Spur der Besiedelung ist ein samisches Grab, das wohl um 1100 n.Chr. angelegt wurde. Noch heute leben in dieser Gegend Samen mit ihren Rentierherden. 1848 zogen die ersten nichtsamischen Norweger nach Sulitjelma, rodeten Land und schufen bäuerliche Anwesen. Bald war die Einwohnerzahl auf 45 Personen gestiegen. Kurz nach der ersten Hofgründung entdeckte man in den Bergen von Sulitjelma Kupfererz. Mehrere Jahrzehnte tat sich außer einem gewissen Probeabbau gar nichts. Es fehlte das notwendige Kapital. Norwegen war damals eines der ärmsten Länder Europas; größere Industrievorhaben ließen sich nur in Zusammenarbeit mit ausländischen Geldgebern verwirklichen. Dann erfuhr der schwedische Industrielle Nils Persson von den Kupfer- und Schwefelvorkommen in diesem Teil Norwegens. Er sicherte sich die notwendigen Rechte und begann 1887 mit dem regulären Abbau. Nach vier Jahren wurde die Firma A/S Sulitjelma Gruber gegründet. Außer den Gruben entstanden auch Anlagen für Transport und Weiterverarbeitung (u.a. eine Schmelzhütte), eine Instandhaltungs- und Wartungsabteilung und alle übrigen für einen solchen Bergbauort notwendigen Einrichtungen. Der Erzabbau nahm immer mehr an Umfang zu, und kurz nach der Jahrhundertwende hatte Sulitjelma sich zum größten Bergwerk Norwegens und dem zweitgrößten Industriebetrieb des Landes entwickelt. In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg waren hier 1700 Personen beschäftigt. Die Einwohnerzahl hatte sich von 45 (um 1880) auf mehr als 3000 (kurz vor 1920) erhöht. Doch man mußte immer tiefer gehen, um neues Erz zu finden, und die Abbaukosten stiegen. 1991 wurde daher der Betrieb eingestellt. Trotzdem befindet sich hier weiterhin das größte bekannte Kupfervorkommen Norwegens. |
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